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Beschäftigte bei Conti in Babenhausen tragen Lasten
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Der Ergänzungstarifvertrag soll über eine Laufzeit von fünf Jahren Kostenentlastungen für den Standort im mittleren zweistelligen Millionenbereich bringen. Für die Beschäftigten der empfindlichste Eingriff in tarifliche Ansprüche wird die befristete Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes zwischen 2010 und 2012 um 50 Prozent und in den Jahren 2013 und 2014 um 40 Prozent sein. Tariferhöhungen die in den Jahren 2010 bis 2014 vereinbart werden, sollen für die Babenhausener Conti-Beschäftigten jeweils um sechs Monate zeitversetzt wirksam werden. Die Unternehmensleitung sichert dafür die geforderten Produktanläufe und die notwendigen Investitionen zu. Zudem sind von 2010 bis 2014 betriebsbedingte Kündigungen und Verlagerungen von Endmontagen in Best-Cost-Länder ausgeschlossen. Bis einschließlich 2014 muss das Unternehmen jährlich 18 gewerbliche Ausbildungsplätze bereitstellen . Damit konnte die vom Unternehmen geplante Reduzierung dieser Ausbildungsplätze verhindert werden. Von den jährlich auslernenden gewerblichen Auszubildenden muss Conti 50 Prozent für mindestens 18 Monate übernehmen. Das Fazit von Armin Groß, der für die IG Metall die Tarifverhandlungen führte: „Für die Menschen bei Conti und die Arbeitsplätze in der Region haben wir ein Stück Zukunftssicherung erreicht. Unbefriedigend ist, dass uns die Standortkonkurrenz erpressbar macht.“ Die Mitglieder der IG Metall bei Conti Babenhausen stimmten in einer Mitgliederversammlung über den Tarifvertrag ab. Mit einer Mehrheit von 90 % wurde der Ergänzungstarifvertrag angenommen.
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2010-01-31 | |
DRUCKAUSGABE
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