Dieser Erfolg liegt sicher an unseren überzeugten Kolleginnen und Kollegen und ihren klaren Positionen. Aber auch HP hat alles für diesen Wechsel getan: Zum einen wurden Unternehmen mit gewerkschaftlich organisierten und im Falle von EDS auch kampferprobten Belegschaften gekauft und integriert. Zum anderen hat das Unternehmen mit einem Gewinn von 7,6 Milliarden Dollar im Krisenjahr 2009 und gleichzeitigem ständigen Personalabbau in allen Bereichen von HP für immer mehr Unmut bei den Beschäftigten gesorgt. So sollen aufgrund massiven Drucks von HP über einen Interessenausgleich 281 Kolleginnen und Kollegen bei HP ES zwischen Ostern und Ende April das Unternehmen verlassen, da die Arbeit aufgrund von „Restrukturierungsmaßnahmen“ wegfalle. Daß möglichst wenige Beschäftigte in Rüsselsheim ihren Arbeitsplatz verlieren, dafür setzen sich der Betriebsrat als auch die IG Metall und ver.di massiv ein. Mitglieder erhalten natürlich bei Klagen gegen ihre Kündigung Rechtsschutz ihrer Gewerkschaft. Bis 31.Dezember 2010 soll dann erst einmal kein weiterer Stellenabbau erfolgen, was aber auch bedeutet, daß es nächstes Jahr wohl weitergehen wird. Denn HP verfolgt eine sogenannte „Best Shore-Strategie“, die besagt, daß ca. 50% der Arbeit möglichst in Niedriglohnländern erledigt werden soll. Deshalb ist es so wichtig, daß es zukünftig einen durchsetzungsstarken, gewerkschaftlich orientierten Gesamtbetriebsrat bei HP gibt, der sich gemeinsam mit den Betriebsräten vor Ort für den Erhalt der Arbeitsplätze und die Sicherung guter Arbeitsbedingungen im ganzen Unternehmen einsetzt. Die Voraussetzungen sind durch die Betriebsratswahlen geschaffen worden. Jetzt geht es an die Umsetzung.
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