Die IG Metall hat die vom Autozulieferer TRW in Koblenz angedrohte Verlagerung von 400 Arbeitsplätzen nach Polen abwenden können. Hauptgrund für diesen Erfolg ist eine Beitrittswelle zur IG Metall: Seit Bekanntwerden der Verlagerungspläne im April 2005 sind mehr als 300 Beschäftigte der Aufforderung gefolgt, die IG Metall für die Verhandlungen durch Beitritt stark zu machen.
Industrie und Handwerk im Main-Kinzig-Kreis boten im Ausbil-dungsjahr 2004/05 auch im Bereich der Metall- und Elektro-berufe zu wenig Ausbildungsstellen an. So musste ein weiterer Rückgang der angebotenen Ausbildungsplätze verzeichnet werden, gleichzeitig stiegen die Zahlen der Bewerbe-rinnen und Bewerber. Immer mehr Jugendl-iche die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben werden ausgegrenzt. Die IG Metall fordert die heimische Industrie und das Handwerk auf, endlich wieder mehr Lehrstellen zur Verfügung zu stellen.
DGB und IG Metall machen gegen die EU- Dienstleistungsrichtlinie mobil und kündigen für den 11. Februar 2006 in Berlin und für den 14. Februar in Straßburg Protestaktionen an (s. weiterlesen). Udo Bullmann (Foto), Wirt- schaftsexperte und stellver tretender Vorsitzender der SPD-Abgeordneten im EU-Parlament, hat sich in einem Interview mit uns für solche Aktionen gegen die Richtlinie ausgesprochen. Sie soll Anfang 2006 zur ersten Lesung ins EU-Parlament eingebracht werden.